Stell Dir vor, Du triffst auf einen Menschen. Wie aus dem Nichts. Unverhofft. Dieser Mensch, er entfacht bei Eintritt in Dein Leben einen Tsunami noch nie dagewesenen Ausmaßes an Freude, Spaß und Glück. Du wirst überrollt von einer Riesenmörderwelle. Sie erfasst Dich und reißt Dich mit. Und Du lässt Dich mitreißen. Die Welle ist sensationell. Eine jener Wellen, auf die Du nie zu hoffen wagtest. Weil Du die eigentlich nur aus den abgegriffenen Groschenromanen kennst. Die, die einst im Korb neben dem unverschämt bequemen Ohrensessel Deiner Oma lagen. Surrealistische Erzählungen für paar Pfennige. Glück für einen blendgranatös kurzen Moment. Read More →

Ich bin eine Frau. Ich bin sogar ziemlich gerne eine Frau. Und nicht nur ziemlich gerne, ich würde sogar behaupten, dass ich durch und durch Frau bin. Ich habe auch noch nie gedacht “Ach, Scheiße, wärste doch lieber ‘n Kerl!” – wobei, das stimmt nicht ganz. Wenns um im Freien Pinkeln geht, dann hab ich mir insgeheim doch schon öfter mal einen Schwanz gewünscht. Aber das ist tatsächlich auch der einzige Moment, in dem ich so denke. In all den vielen anderen Momenten, da bin ich das, was man eine Vollblutfrau nennt. Und ich meine jetzt nicht all die Klischees und Schubladen, die so über Frauen existieren. Ich meine etwas, das man wahrscheinlich gar nicht gut in Worte fassen, als es doch eher fühlen kann.  Read More →

Von Jenka

Die Macht der Nacht. Wusste schon Westbam und hat deshalb gleich seine Biographie so genannt. Du gehst in eine (Retro-)Bar, die in der Ankündigung für diesen Abend mit „großer Tanzfläche, tanzbarer Musik und erfrischenden Getränken“ geworben hat. Dass die Größe der Tanzfläche nur eine Lüge sein kann, war schon vor Vertragsabschluss für diese Nacht klar. Selbst Pressemitteilungen, die inflationär mit dem Wort „innovativ“ um sich werfen, haben für gewöhnlich mehr Wahrheitsgehalt. Aber passt schon – wer zum Tanzen Platz möchte, gehe in eine schmierige Großraumdisse, wo die Bierkreise auf dem Boden zuverlässiger sind als die Jahresringe von Bäumen. Getränke – ebenfalls geschenkt, notfalls wird man da ja zu später Stunde auch gern mal anspruchsloser. Aber Musik. Gute Musik. Tanzbare Musik. Da sind Ausnahmen nicht erlaubt. Read More →

Es soll Menschen geben, die machen das ihr ganzes Leben lang. “Ich hätte”, “ich könnte” oder am liebsten – mit viel Vorsprung der absolute Spitzenreiter -“ich würde”. Zugegeben, es gibt Phasen, da gönne ich mir auch mal ein klein bisschen Konjunktiv und greife beherzt in die Dose der “Vielleicht-Kekse”. Aber seien wir doch mal ehrlich, was bringt uns das? Read More →

Psycho-Hygiene einer Studentin im 1. Semester des Studiums der Sozialen Arbeit beim Schreiben ihrer ersten Hausarbeit mit dem Thema „Die Informationsgesellschaft und ihre Funktion für die Soziale Arbeit“

Es ist Freitag, Freitag der 13. Im Juni des Jahres 2008. Heute hatte ich keine Vorlesung, dennoch lag ich ab kurz nach halb sechs Uhr morgens wach in meinem Bett. Es war aber keine angenehme Wachsamkeit, es war eine Art „Wach-Starre“, in der ich nun schon seit Tagen dahinvegetiere, mich jeden Tag zur UB schleppe, immer mit dem Ziel, etwas für meine Hausarbeit zu „schaffen“. Es liegt also zunächst einmal nicht an mangelndem Zeitaufwand, den ich meiner Hausarbeit zukommen lassen würde, dass ich an einem Punkt vollkommener Hilflosigkeit und übertriebener gedanklicher Selbstaufgabe angekommen bin. Read More →