Wer mir auf Instagram folgt, weiß, dass ich im letzten Jahr nicht nur eine Vorliebe für Gin entwickelt habe, sondern darüber hinaus ein Riesenfan des Berlin Dry Gin von Berliner Brandstifter bin. Der Berliner Vincent Honrodt führt seit nunmehr 7 Jahren eine Familientradition weiter. Schon sein Urgroßvater brannte bereits Anfang des 20. Jahrhunderts edle Brände aus Getreide und Zuckerrüben aus der Region nahe Berlin. Honrodt, der sich berufen fühlte, diese Tradition wieder aufleben zu lassen, vermisste in der Spirituosenwelt einen Brand seines Geschmacks. So fackelte er (nicht) lange und entwickelte nach dem Vorbild der Familienspirituosen einen eigenen, ganz neuen Brand, den Kornbrand. Schon sehr bald hatten die Berliner Brandstifter eine weitere Vision: sie wollten einen zu Berlin passenden Gin kreieren. Ein Gin, der nach einem sorglosen Tag im sommerlichen Berlin schmecken würde. Gesagt, getan. 2013 wurde das Sortiment um den Berlin Dry Gin erweitert.  Read More →

Es ist nun knapp einen Monat her, am 30.01.2015, da hat Aimo Brookmann sein lang angekündigtes, sechstes Albumrelease “Schneckenhauseffekt” im Rahmen eines kleinen Unplugged-Konzerts mit ausgewählten Gästen im Berliner Culture Container am Ostbahnhof vorgestellt und gefeiert. Trotz durch einen grippalen Infekt angeschlagener Stimme hat Aimo seinen Fans, die von überall aus Deutschland anreisten, nicht zu viel versprochen und mit seiner Live-Band eine Auswahl an Songs vom neuen Album performt. Für die meisten im Publikum war es die Premiere, einige wenige hatten via Amazon schon am Abend zuvor ihre bestellten Alben erhalten und reinhören können. Ich hatte mir ebenfalls auf der Zugfahrt von Braunschweig nach Berlin bereits einen kleinen Eindruck verschaffen und meinen Favoriten beim ersten Durchhören ausmachen können.

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Fotografie: Philip Rohrbeck

Fotografie: Philip Rohrbeck

Jahresendzeitstress. Davon kann Aimo Brookmann mit Blick auf die vergangenen Wochen ein Lied singen. Aber entgegen eines allseits bekannten Sprichwortes, verschiebt er das restliche „sich krass auftürmende Etwas“ auf das neue Jahr und flieht dafür in die Sonne. Ziel: Indonesien. Trotz Reisevorbereitungen, einem neuen Video-Release zu seinem Titeltrack „Schneckenhauseffekt“ und anderer unaufschiebbarer Aufgaben, hat sich Aimo vor seiner Abreise die Zeit und Muße für ein sehr ehrliches und nahes Interview genommen. Read More →

9. November 1989 – 25 Jahre her. Damals war ich gerade 7 Jahre alt. Als im Westen Berlins lebendes Kind bekam ich nicht wirklich viel mit, was auf der anderen Seite der Mauer geschah. Normal erschienen die Grenzüberquerungen, meine Eltern machten nie einen sonderlich großen Bohei daraus, jedenfalls kann ich mich rückblickend nicht an eine übermäßig aufregende Situation erinnern. Sie berichten darüber heute allerdings teilweise anders. Am Abend vor dem 9. November ’89 herrschte eine merkwürdige Stimmung. Man muss dazu wissen, dass mein Bruder und ich damals noch zur Waldorfschule – nahe des Checkpoint Charlie – gingen, dies bedeutete, dass das einzige Fernsehgerät in unserem Haus im Schlafzimmer meiner Eltern stand. Und dieses Gerät wurde gefühlt nie angestellt. Ich bekam mit, dass meine Eltern sich irgendwie anders verhielten, als sonst. Sie tuschelten. Das taten sie nie. Read More →

Aimo Brookmann – kennt Ihr nicht? Kennt Ihr doch. Wenn nicht schon vorher, jedenfalls dann, wenn Ihr in den letzten Jahren ein wenig meine musikalischen Wege mitverfolgt habt. Aimo Brookmann ist nämlich niemand anderes als der unter dem Namen “Taichi” bekanntgewordene Rapper aus Berlin. Nun ist es mit ihm so, dass er sich vielmehr als “Antirapper” versteht. Diesen “Beinamen” hat er sich schon vor längerer Zeit gegeben. Das “Anti” dabei ist schnell erklärt. Der im damals amerikanisierten Bezirk Berlin-Zehlendorf aufgewachsene und dort früh durch Hip Hop geprägte Aimo Brookmann liebt die Rapmusik. Klar davon abzugrenzen sind für ihn damit oft einhergehende Gangsterrap-Attitüden. Von denen hat er noch nie etwas gehalten. Sicher, das ein oder andere Mal hat er in seinen Tracks den Diss-Attacken anderer Rapper Paroli geboten (z.B. in seinem auf Aggro.tv zu sehenden HDF-Clip), grundsätzlich ist Aimo aber absolut “kein Freund von Beef” und seine “Musik hat mit dissen nichts zu tun”. Vielmehr ist der Sprechgesang für ihn eine Art Lebenskatalysator. Read More →