In Column on
28. Dezember 2014

“This years love”

Weihnachten – schon wieder vorbei. Die Adventszeit ist durch die extrem arbeitsreiche erste Dezemberhälfte mehr oder weniger an mir vorbeigezogen. Diese weihnachtliche „Ouvertüre“ genieße ich normalerweise bis ins kleinste Detail. Dieses Jahr blieb dafür kaum Zeit. Die Weihnachtsfeiertage gingen nicht nur um wie im Nu, sie ähnelten – bleiben wir beim musikalischen Vergleich – einem Stück aus Schönbergs Feder. Mindestens 12tönig. Jegliche Harmonien waren vertreten und ließen mir wenig Raum, die erwähnte arbeitsreiche Zeit zuvor auszugleichen. Gestern sind wir von Berlin aus nach Aalborg gestartet und nach einer nicht minder anstrengenden Autofahrt von knapp 10 Stunden (inklusive Pausen, Staus, Schneestürmen und einer kurzen Phase der Orientierungslosigkeit) an unserem Ziel angekommen: ein wunderschönes Apartment, direkt unter dem Dach, mit Kaminofen, einem XXL-Sofa, einem gigantischem Bad mit Fußbodenheizung und absoluter Ruhe, obgleich mitten im Herzen Aalborgs gelegen. Zwei Straßen weiter befindet man sich direkt in der süßen Fußgängerzone, die zu allen Jahreszeiten zum Flanieren und Shoppen einlädt. Allmählich stellt sich das Gefühl von Ruhe und Gelassenheit ein, was neben unserem „hyggeligen“ Domizil auch dem vielen Neuschnee, der heute Nachmittag fiel, zuzuschreiben ist. Und mit dem Abschalten und sacken lassen, blicke ich auf das vergangene Jahr zurück und muss lächelnd feststellen, dass es gar kein Wunder ist, dass mir nun am Ende des selbigen, der Akku leer gegangen ist. Neben der Arbeit war es im privaten so unfassbar ereignisreich und schön, dass ich gedanklich kaum hinterherkomme, alles noch einmal Revue passieren zu lassen. Neben meinen eigenen zwei Hochzeiten, habe ich auf zwei anderen Hochzeiten getanzt, meine bezaubernde Nichte Ella wurde geboren, ich habe begonnen, diesen Blog zu schreiben, interessante und liebenswerte Menschen kennengelernt und nicht zuletzt einen neuen Lebensabschnitt angefangen. Da kann einem auch schon mal die Luft wegbleiben. Wenn mich jemand fragen würde, welches Wort auf mein Jahr passt, dem würde ich antworten: Liebe. Das klingt schon überzogen romantisch und ich höre gerade die Stimme meines älteren Bruders, der sagt „Typisch Mädchenblog“, aber kein anderes Wort beschreibt besser das Gefühl, das am Ende des Resümees bleibt, als das Gefühl der Liebe. Liebe, die ich bekommen habe, die ich gegeben habe, die ich miterleben durfte, die für mich immer wieder die Antwort auf so viele Dinge war und ist. Und dafür bin ich unglaublich dankbar. Bei all den schweren Nachrichten, die unsere Welt dieser Tage oft erschüttern, bin ich dankbar für das Leben und die Liebe, die ich erfahre und das ist gar nicht so egoistisch gemeint, wie es vielleicht klingt.

2015? Ganz ehrlich? Ich habe keine „gute-Vorsätze-Liste“ geschrieben. Ich freue mich, das neue Jahr mit meinem Lieblingsmenschen in meiner Lieblingsstadt begehen zu dürfen und bin gespannt, was 2015 mir/uns bringen wird. All meinen Lesern möchte ich an dieser Stelle danken, dafür, dass sie lesen (lächel) und mir damit ihr Interesse an dem, was ich von mir gebe, zeigen, für ihr kritisches Feedback und ihre Unterstützung. Ich wünsche Euch allen ein ganz wunderbares neues Jahr!

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